mein roman.lesen.verbesserungen erwünscht.hoffe es gefällt.für schreibfehler wird keine haftung übernommen.
2010-11-19
ENDE
www.verqueer2.blogspot.com
Brauche jedoch noch einen Namen. Ideen sind also willkomen.
Hoffe ihr verfolgt auch den zweiten teil wieder so gespannt.
2010-11-16
kapitel 87
Kapitel 86
2010-11-14
Kapitel 85
2010-10-29
Kapitel 84
2010-10-19
Kapitel 83
2010-09-24
Kapitel 82
2010-08-11
Kapitel 81
2010-08-09
Kapitel 80
2010-08-08
kapitel 79
kapitel 78
2010-08-04
Kapitel 77
kapitel 76
2010-07-29
kapitel 75
kapitel 74
Wieder spürte sie Alex´ Fingerspitzen die langsam ihren Beckenknochen umkreisten. Und Alex´ Zunge die langsam am Hals zu ihrem Ohr empor glitt. Die Gänsehaut überkam sie. Leise. Ganz leise kicherte sie. Und auch Alex lächelte überglücklich. Nur die beiden. Nichts war zu hören außer ihr Atem und das leise Kichern. Es war ganz still und Sue wünschte sich dieser Moment würde niemals vergehen. Und er hielt noch einige Augenblicke. Bis Alex plötzlich zurück wich und Sue tief in die Augen sah. "Was ist jetzt los?", fragte Sue verwirrt. "Nichts. Ich... Bist du dir sicher, dass du das hier willst? Weil... Ich möchte dich zu Nichts drängen oder so!" Sue lachte leise. Sie griff an Alex´ Nacken und zog sie noch näher an ihren Körper heran. Sie spürte Alex´ heißen Atem an ihren Lippen und vernahm ihren schönen Gerruch, der ihr fast das Bewusstsein nahm. Sie blickte Alex tief in die blauen Augen. "Babe. Ich denke viel darüber nach was ich will." "Und? Was willst du?", Alex flüsterte und ihre Stimme war kaum mehr als ein Luftzug. Sue zog Alex noch einige Millimeter an sich heran. Es viel ihr schwer Alex nicht zu küssen. Noch nicht. Sie wartete und ließ Alex zappeln. Dann sprach sie es endlcih aus: "Dich." Sie küssten sich. Innig. Gefühlvoll. Nichts hätte schöner sein können.
2010-07-15
Kapitel 73
2010-07-14
kapitel 72
Die Geborgenheit war wundervoll. Alex war auch nur eine Frau, so wie Sue. Trotzdem war sie stark und würde Sue beschützen. Aber wer sollte ihr etwas antun wollen? Niemand konnte ihr was. Warum auch? Nur weil sie jetzt ein Mädchen liebte? War es liebe, oder verwechselte Sue Liebe mit Freundschat, nur um nach der Zeit mit Sam nicht wieder vor dem Nichts zu stehen? Was sollte das? Warum war sie nur so unsicher? So unsicher war sie lange nicht gewesen. Am Anfang ihrer Beziehung mit Sam war es ihr genauso gegangen. Konnte man das vergleichen? War es das Selbe? Etwas ganz Normales? „Scheiß auf die Leute, leb doch einfach dein Leben“, dachte Sue. Aber war das so einfach? War das wirklich ihr Leben? Das was sie wollte?
kapitel 71
Sie fuhren nach Hause. Alex kam noch mit zu Sue. Es war Abend jedoch war es immer noch hell und sehr warm. Nicole war zu Hause und saß auf der Terasse. „Hallo Mam!“ „Hey Sue...“ Nicole sah zu den beiden herüber , „...oh. Hallo Alex!“ Alex lächelte, winkte und sah dann schüchtern zu Boden. Was war denn jetzt los? Alex war nie schüchtern. Sue würde Alex nachher fragen. „Wir... sind dann mal oben!“ „Ja na klar. Viel Spaß.“ Beide verschwanden in Sues Zimmer. „Was war das?“, fragte Sue immer noch erstaunt. „Was war was, Babe?“ „Seit wann bist du schüchtern?“ Alex lachte. „Bin ich doch gar nicht.“ „Nein. Ist Quatsch. Hallo? Das hat ja wohl jeder gesehn!“ „Mobb mich nicht ok?“ Sue lachte. „Erklär´s mir und sag nicht ich hab Unrecht!“ „Ja... Also. Klar hast du Recht. Naja... Wie denkt deine Mutter über uns? Sie weiß es nicht lange. Es kam alles sehr überraschend und ging sehr schnell. Und darum weiß ich nicht, was ich ihr gegenüber sagen soll. Beim letzten Mal war das ok ,weil... weil es da noch nicht klar war, dass es so gut laufen würde oder das es überhaupt laufen würde... Ist das logisch was ich rede?“ Sue nickte: „Ja. Ich denke schon.“ Sie lachten beide.
kapitel 70
Der Tag war grandios. Es hätte nicht besser sein können. Sam war glücklich mit Rob. Und Sue war glücklich mit Alex. Sie hatten einen tollen Tag zusammen. Die vier. Viele Leute sahen sie komisch an. Kein Wunder. Die meisten hatten Sue und Sam oft zusammen gesehen. Und jetzt hatte er einen Freund und sie eine Freundin. Sue verstand die Reaktion. Aber es war ihr egal was die Leute dachten. Hoffentlich würde sie es nicht bereuen. Aber was konnte schon schief gehen? Sie hatte die besten Freunde und eine perfekte Freundin. Sie sah wieder zu Alex herüber. Ob das kribbeln immer so stark sein würde? Was würde sich jetzt in ihrem Leben ändern? Was würden ihre Freunde dazu sagen? Würden sie Sue trotzdem noch als Freundin haben wollen? Sie konnte nur hoffen und ihren Freunden vertrauen. Aber wie würde sie selbst reagieren, wenn sie nicht mehr akzeptiert wurde? Rob hatte nie Probleme gehabt. Jedoch war es bei ihm seit Ewigkeiten klar. Bei Sue war es anders. Sie bekam ein wenig Angst. Alex schien es zu merken und drückte ihre Hand. Richtig. Sie waren glücklich. U nd damit würde sie gegen fast alles ankommen. Sue sah Alex tief in die Augen. Sie kam näher. Sie schlossen die Augen und küssten sich.
kapitel 69
Sam war schockiert. Pech für ihn. Sue hatte neuen Mut gefasst. „Ähm. Okay. Krass. Ich… Was soll ich sagen?“ „Am besten Nichts!“ „Wahrscheinlich. Was hältst du von Freunde bleiben?“ Wie alt war das denn? Aber diesmal könnte es klappen. Vielleicht. Was hatte sie schon zu verlieren? Sie stand auf, packte Alex´ und ihre Sachen zusammen und machte sich auf den Weg zu Alex und Rob. Wortlos folgte Sam ihr. Sue lächelte Alex an. „Alles geklärt?“ Sam und Sue nickten wie auf Kommando. Sue setzte sich und küsste Alex auf die Wange. Das kam unerwartet. Alex sah sie mit großen Augen an. Sue kam näher an ihr Ohr und dann flüsterte sie fast tonlos: „Ich liebe dich Alex.“ Sue wurde heiß. Es war nicht zu beschrieben, was sie in diesem Moment fühlte. War es so? Oder war es eine Art Frustreaktion auf Sam und Rob? Ihr wurde heiß dann lief es ihr eiskalt den Rücken runter, als Alex sie ansah und vor versammelter Mannschaft küsste. Herzlich, leidenschaftlich und voller Liebe. Sue war egal wer sie sah. Was sie in diesem Moment fühlte war nicht in Worte zu fassen. So musste es sein. Das war Schicksal. Eine höhere Macht. Sie war zwar Atheistin aber das konnte doch kein Zufall sein. Oder?
kapitel 68
Sie gingen zu ihrem Platz zurück. Sie waren gerutscht, uns waren Turmspringen und hatten eine Wasserschlacht gemacht. Sue sah Rob und Sam, die rauchend im Gras saßen. Als Sam sie sah, stand er auf und kam auf sie zu. Sue stöhnte leise auf. „Sue?“, fragte er. „Ja?“ „Können wir reden? Bitte!?“ Sue sah unsicher Alex an. „Na geh schon. Ich werde Rob kennenlernen!“, sagte sie und ging zu Rob. Sue sah, wie die beiden sofort anfingen sich angeregt zu unterhalten. „Also? Was ist?“, fragte Sue trocken. Sie ging zu ihrem Platz und Sam folgte ihr, wie ein Dackel. „Bloß cool bleiben“, dachte Sue. Sie setzte sich und zog ihre Sonnenbrille auf. „Wenn du willst…“, begann Sam zögernd, „dann gehen wir. Und Sue wer ist diese Alex? Sie sieht fast so gut aus, wie du?“ Sue konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. „Sie ist… eine Freundin!?“ Sue dachte einen Moment lang nach. „Naja. Sie ist meine Freundin“, fügte sie schließlich hinzu. Sam fiel die Kinnlade runter. „Was?“ Er ließ sich auf Alex Handtuch nieder. „Hab ich was verpasst?“ Sue ließ ihn zappeln. Sie sah zu Alex und Rob, die lachend da saßen. Alex wendete den Kopf zu Sue und lächelte sie motivierend an. Sue nickte leicht und Alex war wieder ganz in ihrem Gespräch mit Rob vertieft. „Ja. Also. Ich… Ich weiß nicht so genau. Aber ja. Sowas wie meine Freundin.“ „Erzähl“, forderte Sam. Und Sue erzählte. Alles. Von Anfang bis Ende.
kapitel 67
Alex sah Sue an, die immer noch völlig perplex war. „Alles ok?“ Alex strich Sue über den Kopf. Sue nickte schwach. Sie war kreidebleich. „Zurück oder ab ins Wasser?“ „Wasser.“ Sue lächelte. Doch das Lächeln drang nicht bis hinauf in ihre Augen. Sam war glücklich mit Rob. Sue war doch auch glücklich mit Alex. Oder nicht? Sie sah zu Alex. „Komm mit. Wir gehen zu Rutsche.“ Sue folgte. Warum konnte sie Sam sein Glück nicht gönnen? Das war einfach. Weil er ihre erste große Liebe war. Er war glücklich. Und das ohne sie. Sie sah erneut auf Alex perfekt geformten Körper. Alex dreht sich um und sah sie an. Sie griff nach Sues Hand und Sue ließ sie gewähren. „Komm schon. Eben hattest du doch so gute Laune. Lass es dir nicht von ihm kaputt machen.“ „Mhh… Ja. Ich weiß. Ich geb mir Mühe!“ Alex küsste sie auf die Stirn und strahlte sie an. „Er ist glücklich. Du solltest es auch sein. Es ist warm. Wir sind hier. Er hat es nicht verdient, dass du ihm nachweinst!“ Sue nickte. Sie waren an der Rutsche angekommen.
kapitel 66
Achja. Das Schicksal. Vor nicht ganze einer Minute hatte sie an das pure Glück auf Erden geglaubt. Es war zu Nichte gemacht. Sie blinzelte Sam an. „Hey“, sagte er, „Ich denke wir genießen das Wetter und wollen schwimmen. Und ihr?“ „Haha“, antwortete sie, beinahe sarkastisch. „Wir auch“, mischte Alex sich ein. Sie reichte Sam die Hand: „Hey. Ich bin Alex und du?“ „Sam!“ Alex begriff sofort und sah verunsichert zu Sue herüber. Rob trat einen Schritt näher und reichte Alex ebenfalls die Hand: „Hey. Ich bin Robin, aber du kannst Rob sagen!“ Die beiden sahen glücklich aus. Sie hatten ja auch keinen Grund es nicht zu sein. Waren sie jetzt zusammen? Sue hatte nicht den Mut zu fragen. Sie hielt den Mund und sah die beiden einfach nur an. Dann nahm Sam Robs Hand und die beiden gingen freudestrahlend zur Liegewiese und ließen keine Frage offen.
kapitel 65
Lachend waren sie aufgestanden und machten sich auf in Richtung Wasser. Abkühlung. Erfrischung. Von irgendwo klang sommerlicher Musik. Sue lächelte Alex an und Alex lächelte sie an. Sie gingen nebeneinander her, ohne sich auch nur in irgendeiner Weise zu berühren. Warum fiel es Sue so schwer nicht nach Alex Hand zu greifen? Sie war schon wieder überrascht von sich selbst. Wie lange würde das so weitergehen? Diese ständigen Überraschungen? Es war ja nicht zum aushalten. Plötzlich ergriff Alex Sues Hand. Sue sah zu ihr auf. „Rein freundschaftlich“, erklärte Alex verschwörerisch. „Jaja. Wer´s glaubt!“, neckte Sue. Sie war so glücklich. So ausgelassen. Die beiden hüpften zum Becken. Hand in Hand. >Freundschaftlich<. Wie kleine Kinder. Am Rand blieben sie stehen, als Sue plötzlich jemand von hinten die Hände auf die Augen legte. Sue war völlig perplex. Alex Hand ruhte ruhig in ihrer. Was war denn jetzt los? Sie hatte aufgehört zu lachen. Sowas konnte sie gar nicht ab. „Ähm.“ „Na. Wer bin ich?“, hörte sie eine sehr verstellte Stimme. Ihr Atem stockte. Dachte er wirklich, dass sie ihn nicht erkennen würde? Wie naiv war das denn? Unter einer Million Menschen würde sie ihn erkennen. Sie spürte, wie Alex ihre Hand langsam losließ. Sie drehte sich um, während sie langsam sagte: „Was machst du denn hier?“ Sie lag richtig. Natürlich tat sie das. Sie sah in Sams lächelndes Gesicht. Direkt dahinter stand Rob. Auch er lächelte.
kapitel 64
Sue war sich so sicher, dass Alex etwas ganz besonderes für sie war, jedoch zweifelte sie daran, in welcher Hinsicht besonders. Alex hatte ihr Leben verändert und würde es auch weiterhin tun. Sie verwirrte Sue und erschütterte sie in ihren Grundmauern. Das würde sich so schnell auch nicht ändern. Aber dieses Kribbeln. Diese Explosionen. Es war die Verwirrung wert. Sie lächelte. Beide lagen in Bikinis und Sonnenbrillen auf ihren Handtüchern und grinsten mit geschlossenen Augen der Sonne entgegen. Sue hätte so gerne gewusst, was Alex in diesen Momenten dachte. Sue spürte einen Finger an ihrer Taille, der sie streichelte, sofort öffnete sie dir Augen und wandte ihren Kopf zu Seite. Schnell entschuldigte Alex sich. Sue lachte. „Hab ich jetzt gewonnen?“ „Häh?“ „Wir haben doch gewettet!“ „Achso. Ja. Nein. Passiert nicht wieder!“, sagte Alex und hob ihre Hand, um erneut zu schwören.
kapitel 63
Sie waren drinnen. Es war voll. Kein Wunder. Es war kurz nach Mittag, an einem heißen Tag, mitten in den Sommerferien. Sie fanden trotzdem einen Platz und machten es sich bequem. Alex behielt ihr Oberteil an. „Wie unfair“, dachte Sue. Alex hatte sich auf ihr Handtuch in die Sonne gelegt. Sie hatte die Augen geschlossen. Sue stand noch. Plötzlich setze Alex sich auf, zog ihre Brille aus und blinzelte Sue gegen sie Sonne an. Sue trug nur noch ihren knallroten Lieblingsbikini. „Wow. Umwerfend“, grinste Alex. Sie nahm Sues Hand und zog sie zu sich auf die Handtücher. „Nur gute Freundinnen“, ärgerte Sue. Sie sah Alex fordernd an. „Jaja. Schon gut“, antwortete diese und entledigte sich endlich ihres Tops. Sie gab den Blick frei, auf einen makellosen Oberkörper. Durchtrainiert. Kein Gramm fett zu viel. Sie war perfekt. Sues Gedanken überschlugen sich. Dieses Mädchen sollte sie lieben? Sie war ein Traum. Sie war so, wie Sue sich immer ihren Traummann vorgestellt hatte. Nur besser, da sie gefühlvoller und romantischer war und mehr Verständnis hatte. Ein wahrgewordener Traum. Doch war SIE das, was Sue sich immer erträumt hatte?
kapitel 62
Sue kam fünf Minuten zu spät. Alex saß auf der Bank und wartete. Als sie Sue sah stand sie sofort auf und lächelte. Sie trug Flip-Flops, eine blau-weiße Badeshorts und ein weißes Shirt unter dem ein schwarzes Bikini-Oberteil hervor blitzte. Sie war so wunderschön. Alex trug eine Pilotenbrille. Sie nahm Sue in den Arm und küsste sie auf die Wange. Erneut spürte Sue eine Explosion in ihrem Inneren. „Hallo. Gute Freundin“, murmelte Alex. Sue kicherte. Sie hatte einen weißen kurzen Sommerrock und ein blaues Top an. Ihre dunklen Locken hatte sie zu einem Zopf gebunden. Sie war ungeschminkt. Sie hasste es ungeschminkt zu sein. Die beiden stellten sich in die Schlage am Eingang. Sue schaute verstohlen zu Alex herüber. Ja, man sah, dass Alex ein Mädchen war. Trotzdem fand Sue sie umwerfend schön. Wie sie wohl ohne dieses Top aussah? Alex hatte die Blicke auf ihrer Haut gespürt. Sie dreht sich zu Sue. „Was ist?“, fragte sie neugierig. „Nichts.“ Leise fügte sie hinzu: „Ich hab mich nur gefragt wie du wohl ohne Top aussieht!“ Das war ehrlich. Zu ehrlich? Alex lachte. „Nur gute Freundinnen, meine Liebe. Vergiss das nicht. Außerdem wirst du das ja noch früh genug sehen.“ Sue nickte verlegen. „Ja. Ich weiß!“
kapitel 61
Sie hatten also geplant, dass Alex nach Hause fuhr und sie sich in anderthalb Stunden am Freibad in der Nachbarstadt treffen würden. Sue war nervös. Was würde Alex anhaben? Wie würde sie aussehen? Was würden die Leute von den beiden denken? „Moment!“, dachte Sue laut. Dann überlegte sie im Stillen: „Scheiß drauf, was andere denken. Alex und ich lieben uns auch wenn es komisch ist. Außerdem hat Alex versprochen sich zu beherrschen.“ Ob das gut gehen würde? Sie musste es ausprobieren. Was blieb ihr anderes übrig? Nichts. Also packte sie ihre Sachen und machte sich sehr aufgeregt auf den Weg, nachdem sie ihrer Mutter noch einmal gesagt hatte, mit wem sie wohin ging und wann sie zu Hause sein würde. Meine Güte. Sie war kein kleines Kind mehr. Trotzdem ging ihre Mutter ihr alltäglich mir ihren Sorgen auf die Nerven: „Was machst du?“ „Wann bist du zurück?“ „Wer kommt alles mit?“ „Trinkst du da Alkohol? Ich will nicht, dass du welchen trinkst. Haben wir uns verstanden?“ Sie war 17 keine fünf. Verdammt nochmal.
kapitel 60
Die Sache war klar. Es war ganz einfach. Für jeden Außenstehenden wäre es so gewesen. Für Sue war es anders. Sie war schlicht und ergreifend maßlos überfordert. „Wollen wir was unternehmen?“ Sue sah zu Alex. „Was schlägst du vor?“ Alex dachte einen Moment lang nach. „Schwimmen?“, fragte sie, während sie aus dem Fenster sah. Sue überlegte, jeder würde sehen, dass Alex kein Junge war! „Ich weiß nicht“, sagte sie. Alex sah sie fragend an. „Dann weiß jeder, dass du ein Mädchen bist“, erklärte Sue zögernd und leise. „Ja. Na und? Was ist daran schli…“ Alex begriff worum es ging. Sie grinste. „Und seit wann dürfen zwei gute Freundinnen nicht mehr zusammen schwimmen gehen? Sue! Guck raus. Es ist fabelhaftes Wetter. Und…“, sie hielt inne und lächelte, „ Und ich schwöre hoch und heilig, dass ich mir Mühe gebe und meine Finger von dir lasse.“ Sue lachte: „ Das kannst du doch gar nicht!“ Alex setze ein übertrieben bestürztes Gesicht auf. „Wetten das!“ Sie fing an Sue zu kitzeln. Sue war sehr kitzelig. Sie begann laut zu lachen und zu schreien, „Ok. Ich gebe auf!“, rief sie mit letzter Kraft. Alex hörte auf. Sie richtete ihre Haare. Unnötig. Sie war auch so wunderschön, dachte Sue.
kapitel 59
Sie hatten sich angeschwiegen und Sue glaubte es wäre eine Ewigkeiten vergangen seit sie geredet hatten. Vielleicht war es so. Sie sah erneut zu Alex auf. Alex sah zu Boden. Sie saß einfach nur da, schwieg und sah zu Boden. Sue hatte sie überrascht. Nicht gerade im positiven Sinne. „Es…“, begann Sue leise zu erklären. „Es tut mir leid!?“, sagte sie fragend. Sie war sich doch sonst immer so sicher bei allem. Warum jetzt nicht? Alex sah zu ihr auf. Sue sah ihr direkt in ihre wundervollen Augen. Sie wusste warum. Wegen diesen Explosionen bei jedem Blick, bei jeder Berührung. Alex küsste sie. Natürlich. Auch bei jedem Kuss. Alex löste sich nach einer Weile wieder. „Du entschuldigst dich? Wofür?“ Sue dachte einen Moment lang nach. „Für. Dass ich nicht vorher über alles nachgedacht habe. Dass ich nicht weiß was ich will. Dass ich es dir schwer mache.“ Alex schüttelte bedacht den Kopf. „Was nein?“ „Wer zur Hölle sagt, dass du es mir schwer machst Süße?“ „Naja. Eigentlich… Niemand“, gestand Sue sich ein. „Und wo liegt dann dein Problem?“ „Es wäre doch sicherlich einfacher wenn du jemanden hättest, der weiß was er will. Beziehungsweise was sie will. Die dich hundertprozentig liebt. Die Erfahrung hat und all das.“ „Hmm. Klar einfacher wäre es mit Sicherheit. Aber ich liebe DICH und darum ist es mir egal. Du brauchst halt deine Zeit. Die werde ich dir geben. Weil… hmm… Weil du Sue bist.“ Sie küsste Sue auf die Stirn. Sue war heiß geworden. Sie schüttelte sich. „Danke“, brachte sie hervor. Sie hatte einen Kloß in der Kehle. Und Tränen waren in ihren Augen aufgestiegen.
kapitel 58
Es war eine verdammt beschissene Situation. Was passiert wenn man selbst nicht mehr weiß wer man ist und was man will? Ist es dann vorbei? War weiterleben dann sinnlos? Seit wann hatte sie angefangen in diese Richtung zu denken? Sue schüttelte heftig den Kopf und versuchte diese schrecklichen Gedanken los zu werden. Dann sah sie Alex an, die sie fragend anschaute. „Hast du was gesagt?“, fragte Sue verlegen. „Ähm . Ja!“ Sue sah zu Boden. Das Ganze war wirklich kurios. „Ich habe gesagt, dass du alle Zeit der Welt hast. Und das ich deine Verwirrung verstehe.“ Sue nickte geistesabwesend. Sie seufzte. „Tut mir leid, dass ich dumm bin!“ Alex begann zu lachen: „Du bist doch nicht dumm. Schatz hör auf dir das einzureden. Mir ging es genauso!“ Sue sah zu ihr auf. „Guck nicht so. Glaubst du ich weiß mein Leben lang was ich an Mädchen finde? Da täuscht du dich!“ „Mhh“, machte Sue. Darüber hatte sie gar nicht nachgedacht. Sie war egoistisch. Sie war nicht mehr sie selbst. Nicht mehr Sue.
kapitel 57
Als sie ihr Zimmer betrat saß Alex auf ihrem Bett und sah sich die Bilder an der Wand an. Warum war Sue nicht glücklich sie zu sehen. Alex blickte auf und lächelte. Sie schlang die Arme um Sue und küsste sie. Sue wich zurück. Es war ein Reflex. Warum um Gottes Willen hatte sie das getan? Was war ihr Problem? Ihr standen Tränen in den Augen. Alex sah ihr tief in die Augen. „Was hast du Süße?“ Sie legte einen Finger unter ihr Kinn und hob ihren Kopf und zwang Sue dazu sie an zu sehen. Alex war nicht dumm. Sie sah, dass etwas nicht in Ordnung war. Sie zog Sue noch näher an sich heran. „Rede mit mir Süße. Lass mich dich nicht so traurig sehen! Was ist los?“ Sue rann eine Träne die Wange herunter. Verdammt. Schon wieder. Alex wischte sie weg und strich ihr eine einsame Haarsträhne aus dem Gesicht. Sue versuchte zu lächeln. Vergeblich. Alex und sie ließen sich auf das Bett nieder. „Also?“, fragte Alex. Sue blickte zu ihr auf. „Es ist… du und ich. Wir… Sam…“ „Ganz langsam Süße. Lass dir Zeit. Ja?“ Sue nickte verlegen. „Hmm. Es ist… Ich weiß nicht. Es ging so… So schnell. Verstehst du?“ Alex nickte zustimmend. „`Tschuldigung“ „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Wirklich nicht. Es war halt einfach zu früh. Ich schätze ich brauchte Liebe um das mit Sam zu verdrängen. MIR tut es leid. Ok?“ Fast tonlos fragte Alex: „Soll ich gehen?“ „Nein.“ Sue war sich sicher, dass sie das nicht wollte. „DU bleibst. Bitte. Ich brauche halt nur ein wenig mehr Zeit. Dazu kommt, dass du ein Mädchen bist. Und ich… Weißt du. Ich habe damit keine Erfahrung und nichts.“
kapitel 56
kapitel 55
Paul hatte den Raum verlassen. Sue ließ sich auf ihr Bett fallen. Viele Tränen liefen ihre Wangen hinunter. Warum hatte sie an ihren Vater gedacht? Es war komisch. Was war nur mit ihr los? Sie war sich sonst immer bei allem sicher. Und jetzt? Sie wusste einfach gar nichts mehr. Sie sah zur Decke empor und ihre Augen wollten einfach nicht aufhören zu tränen. Irgendwann war sie eingeschlafen. Mitten in der Nacht wurde sie wach. Sie sah auf die Uhr. Halb 4. Sue ging in die Küche um etwas zu trinken. Da saß Paul. Was machte er denn hier? Um diese Zeit? „Hey“, sagte sie. Er schrak auf und sah zu ihr hoch. „Was… machst du hier?“, flüsterte sie und setze sich zu ihm an den Tisch. „Konnte nicht schlafen. Und du?“ Sie nickt. „Ich auch.“ „Das mit Paps… Oh man. Und das mit dir und Alex…“ „Mit mir und Alex?“, wunderte sie sich. „Ja. Ich will einfach nicht, dass du einen Fehler machst. Du bist ein Teil von mir. Meine kleine Schwester.“ Wow. Er war wirklich der beste Bruder den man haben konnte. „Danke“, murmelte sie. „Aber was hast du damit zu tun?“ Sie war sichtlich verwirrt. „Ich glaube du weißt nicht genau was du willst!“ Sie war schockiert. Versuchte er ernsthaft ihr zu sagen was sie fühlte? Sue konnte es nicht glauben. Er fuhr fort: „Ich hab einfach Angst um dich. Und mach mir Sorgen. Weißt du. Ich will nur, dass du glücklich bist. Wenn du reden willst, ich bin für dich da Süße.“ Sie nickte. „Noch einmal vielen Dank“, murmelte sie und sah auf den Tisch. Er schwieg und sah sie an. Sie blickte auf. Natürlich hatte er Recht. Er war ihr Zwillingsbruder.
kapitel 54
kapitel 53
Nachdem sie eine Weile geschwiegen und auf den Bode gestarrt hatten, versuchte Sue ein Gespräch zu beginnen: „Wäre es dir lieber wenn es anders wäre? Wenn sie es nicht wüsste? Oder bist du dir nur nicht sicher ob es sie Wahrheit ist?“ Sue hatte Tränen in den Augen, weil SIE diejenige war, die nicht wusste ob es die Wahrheit war. Paul sah zu ihr auf. Schnell wandte sie den Kopf ab. Eine Träne rann ihre Wange hinunter. Sie versuchte verzweifelt die restlichen Tränen weg zu zwinkern. Es gelang nicht. Paul war verunsichert: „Ich weiß nicht ob es gut war. Aber ich bin mir meiner sicher. Du anscheinend nicht!?“ „Doch. Klar bin ich das“, zickte sie ihn an. Warum sagte sie ihm nicht, was sie auf dem Herzen hatte? Er sah sie an. „Du lügst“, flüsterte ihr Bruder. Er sagte es weil er zu ihr immer ehrlich war. Und Paul flüsterte weil er unsicher und verängstigt war. Er hatte Angst vor ihr. Dieser große, starke, männliche Bursche hatte tatsächlich Angst vor seiner Zwillingsschwester. Sue war sehr dominant. Immer gewesen. Ihr Zwillingsbruder war es eben nicht. Er ordnete sich aus Prinzip unter, obwohl er das nun wirklich nicht nötig hatte, aber Paul tat es. Sue sah zu ihm hinüber. Er hatte seine Stirn in Falten gelegt und sah sie an. Er machte sich Sorgen um sie. Eine weitere Träne fiel auf ihre Hose. Er stand auf, ganz langsam und bedächtig. Als er sie erreicht hatte, griff er ihr unter die Arme, zog sie nach oben und nahm sie in den Arm. Strich ihr über den Kopf, genauso wie ihr Vater es damals getan hatte.
kapitel 52
Endlich war diese Folter vorbei. Sue brachte die schmutzigen Teller in die Küche und verschwand so schnell wie möglich wieder in ihr Zimmer. Paul tat dasselbe. Und Nicole? Die saß unten. Alleine und verwirrt. Sue hatte ihre Tür geschlossen, nur einige Zeit bevor sie sich wieder öffnete. Sue wandte den Kopf von ihrem Monitor ab, in die Richtung. Ihr Bruder streckte gerade seinen Kopf durch die Tür und grinste. „Was gibt´s?“, fragte Sue, die es nicht abkonnte wenn Familienmitglieder in ihrem Zimmer waren. Sie fühlte sich dann so beobachtet und unter Kontrolle. Paul betrat den Raum und ließ sich auf dem Bett nieder. Es würde wieder etwas länger dauern. Sue meldete sich ab und fuhr ihren Computer herunter. Sie sah Paul an, der gewartet hatte, bis sie Zeit für ihn hatte. Er war geduldig ganz im Gegensatz zu ihr. „Ja?“, fragte sie erneut. „Glaubst du…“, fing er an. Seine Stärke war es, dass er geduldig war. Seine Schwächen waren seine Zurückhaltung und seine Schüchternheit. Das war immer so gewesen. „…es war richtig. Glaubst du, dass sie es wissen musste? Jetzt? Hast du sie gesehen?“ Sein Lächeln war verschwunden. „Klar hab ich sie gesehen!“ Was glaubte der denn? Das sie blind sei? „Ich weiß es nicht. Aber nun ja. Jetzt weiß sie woran sie ist. Sie wird es überleben.“ „Natürlich…“ Ihre Stärken waren ihr blinder Aktionismus, der ihr jedoch auch oft genug zum Verhängnis wurde und ihr Optimismus.
kapitel 51
Die Stimme ihrer Mutter holte sie aus ihren Gedanken. „Hey. Kommt ihr essen?“ Sue hörte wie sich schlagartig Pauls Tür öffnete und er nach unten eilte. Sie stand auf und rief: „Klar! Ich komm jetzt.“ Sie hatte keine Eile. Langsam ging sie zur Tür öffnete sie und machte sich auf den Weg zum Treppenabsatz. Unten hörte sie Teller, Gläser und Besteck klirren. Sie ging gemächlich die Treppe hinunter. Sie hasste es den Tisch decken zu müssen. Außerdem wollte sie ihre Mutter nicht sehen, weil sie nicht wusste, wie Nicole das ganze verarbeitete. Oder hatte sie es schon verdrängt oder verkraftet? Genau aus diesem Grund ließ Sue sich Zeit. Endlich war sie unten angekommen. Gerade ging ihre Mutter mit einem großen Topf vorbei. Sie sah zu Sue hinüber. „Aber was ist denn los?“, fragte sie. Sue sah sie verwirrt an. „Was soll los sein?“ „Ich weiß nicht. Du siehst traurig aus.“ Sue schüttelte verwirrt den Kopf. „Nein. Nein. Es ist nichts“, sagte sie zögernd. Ihre Mutter gab ein „Hmm.“ von sich und ging weiter ins Wohnzimmer. Mit einem lauten, metallenen Geräusch stellte sie den Topf ab. Sue setzte sich an den Tisch. Ihrem Bruder gegenüber. Ihre Mutter saß vor Kopf. Es war wie jeden Abend. Die Nudeln dampften vor sich hin. Nur etwas war anders heute. Sie redeten nicht. Nicht ein Wort. Niemand von ihnen. Verstohlen sah Sue zu ihrem Bruder herüber doch der schaute tief in seinen Teller. Er würde nicht reden. Anschließend sah sie kurz zu ihrer Mutter, die von einem zum anderen schaute. Sie war sichtlich verwirrt. Am liebsten wäre Sue wieder in ihrem Zimmer verschwunden.
kapitel 50
Nachdem Paul fertig mit seiner Erzählung war ging Sue in ihr Zimmer. Sie war verwirrt. Legte sich auf ihr Bett, nachdem sie leise Musik angemacht hatte und starrte an die Decke. Sie war froh, alles loswerden zu können. Doch war es richtig gewesen ihre Mutter derart zu schockieren? Und war es wirklich so, dass sie in ein Mädchen verliebt sein konnte? Sie dachte an Alex und sah ein Bild von ihr in ihrem Kopf. Sofort begann sie zu lächeln und ihr Herz fing an zu rasen. Ja. Sie konnte ein Mädchen lieben. Sie drehte sich auf die Seite und lächelte. Dieser Tag war wunderbar gewesen. Und es würde viele weitere wunderbare Tage geben, in denen die beiden einfach sie selbst seien konnten. Sich besser kennen, schätzen und lieben lernten. Da war sich Sue ganz sicher.
kapitel 49
Nicole hatte das Zimmer wieder verlassen. Paul sah Sue an: „Glaubst du das war richtig?“ Sue war ein wenig unsicher: „Die Methode war nicht die beste. Schocktherapie ist selten gut. Aber es ist gut, dass sie weiß woran sie ist.“ Da konnte Paul ihr nur recht geben. Sie saßen da und schwiegen. Es war alles gesagt. Oder nicht? Sue sag plötzlich zu ihren Bruder empor: „Hast du einen Freund?“ Paul war auf diese Frage nicht gefasst gewesen. Einen Moment lang sah er Sue einfach nur an. „Nein“, sagte er traurig, „nicht mehr…“ Das tat Sue leid. Sie würde wahrscheinlich nicht weiter darüber reden. Es sei denn er wollte es so. Und dann begann Paul zu reden. Er redete und redete. Wie ein Wasserfall kam es aus ihm heraus. Wie er herausgefunden hatte, dass er schwul war. Wen er geliebt hatte. Mit wem er zusammen war. Seine Erfahrungen. Seine Schmerzen. Er erzählte ohne Punkt und Komma. Sue war froh, da sie wusste, dass Paul ihr vertraute und sie wusste, dass auch sie ihm trauen konnte.
kapitel 48
Als Alex am Abend ging, fiel es Sue sehr schwer sie gehen zu lassen. Sie und Paul würden mir ihrer Mutter reden müssen. Daran ging kein Weg vorbei. Als Alex nun gegangen war, ging Sue erneut in Pauls Zimmer. Sie überlegten lange wie sie es anstellen würden. Ihre Mutter war stets tolerant gewesen, aber das würde auch sie schockieren und vorerst aus der Bahn werfen. Aber sie mussten es tun. Sie würden es ihr sagen müssen. Das verstand sich von selbst. Sie hatten schließlich immer ein gutes Verhältnis gehabt. Nicole verstand ihre Kinder. Es war eine besondere Art der Verbindung. Sie musste gespürt haben, dass die beiden etwas verunsicherte. Sie klopfte zaghaft an die Tür und betrat das Zimmer ihres Sohnes. „Was ist los mit euch?“, fragte sie gerade heraus. Die beiden sahen sich an. Paul war immer ein wenig zurückhaltener gewesen als Sue. Also begann Sue zögernd: „Nun ja… Die Situation ist ein wenig… ja man könnte komisch sagen…“ Paul nickte zustimmend. Seine Schwester würde das schaffen. Nicole wusste nicht was ihre Tochter da redete. Verständnislos sah sie erst Sue dann Paul an. Nun fasste Paul Mut und begann: „Du weißt, dass ich nie ein Mädchen mit nach Hause bringe… Und…“ Sue machte weiter. Unschuldig fragte sie: „Mama? Was hältst du von Alex?“ Darauf war ihre Mutter nicht gefasst gewesen. Warum verwirrten die beiden sie so? Was hatten sie auf dem Herzen? „Nun ja“, antwortete sie wahrheitsgemäß „Er scheint ein netter Junge zu sein. Und ihm scheint sehr viel an dir zu liegen. Was hat das alles mit einander zu tun?“ „SIE“, sagte Sue. „Alex ist ein Mädchen.“ Ihre Mutter öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Sie blickte Paul an. Er sah zu Boden. „Also. Aber du und SIE??“ Sue nickte. Das war vielleicht nicht die Beste Methode aber Sue wusste sich nicht anders zu helfen. Nicole sah zu Paul: „Was hast DU damit zu tun?“ Paul sah seiner Mutter tief in die Augen: „Was glaubst du wohl?“, fragte er leise. Nicole saß da und schwieg. Das hatte gesessen und sie würde es zunächst einmal verdauen müssen. Wieso hatte sie das nie bemerkt?
kapitel 47
Sue hatte das Gefühl, dass sie unter jeder Berührung von Alex explodierte. Es lief ihr den Rücken hinunter. Jede Berührung auf ihrer Haut. Jeder Atemzug. Jedes Lächeln und natürlich jeder Kuss. All das brachte Sue fast in den Wahnsinn. Noch nie hatte sie so gefühlt. Wie war das nur möglich? Sie wusste es nicht. Aber sie wusste, dass ihr dieses Glück in diesem Moment nicht genommen werden konnte. Und sie ließ sich fallen, weil sie sich sicher war, dass sie aufgefangen werden würde. Sie wäre nicht alleine. Sie gab sich hin und genoss diese Augenblicke. Alex´ warme Haut an ihrer. Jeden Kuss. Sie war versunken in eine andere Welt. Würde sie mit Alex schlafen? Wie würde das gehen? Ging das überhaupt? Doch Alex würde Sue zu nichts drängen. Das wusste Sue ganz genau. Sie lächelte. „Was ist?“, fragte Alex liebevoll. „Du bist“, sagte Sue mit einem Lächeln und küsste Alex auf die Stirn. „Du bist, der Mensch den ich liebe. Du gibst mir das, was ich will und brauche. Ich liebe dich.“ Alex schloss die Augen. Auch sie war glücklich. Das konnte man sehen.
kapitel 46
Sie betraten Sues Zimmer. Alex sah sich ein wenig um. „Woher hast du meine Adresse?“, fragte Sue, als ihr bewusst wurde, dass sie Alex nie gesagt hatte wo sie wohnte. „Ich… Von Emma. Ist das ein Problem?“ „Nein. Ich denke nicht. Nur meine Mutter… Ich meine. Ich wusste nicht das du kommen würdest und…“ „Ich hab dich versucht zu erreichen. Du bist nicht dran gegangen dann hab ich mir Sorgen gemacht und bin zu Emma gegangen und dann...“ „Ist ja gut“, beruhigte Sue sie. Sue küsste Alex und beide ließen sich aufs Bett fallen. Sie waren in ihrer Welt. Bis es an der Tür klopfte. „Was ist?“, fragte Sue genervt. Paul öffnete die Tür und grinste sie an: „Mama weiß noch nicht was läuft. Sie denkt Alex sei ein wunderbarer Junge. Und. Ich denke wir sollten heute Abend mit ihr reden.“ Lachend verließ er den Raum. Alex sah Sue grinsend an: „Ist der immer so?“ Sue schüttelte den Kopf. „Er ist schwul. Ich weiß es seid eben und wir machen wohl heute Abend ein Gemeinschaftsouting.“ Beide lachten ein wenig. Dann küssten sie sich wieder. Sue ließ es sich gefallen als Alex ihr langsam das Top auszog. Sue wollte nicht verklemmt wirken, wie beim letzen Mal. Außerdem wusste sie, dass sie jederzeit stopp sagen könnte. Doch sie wollte es diesmal nicht. Sie genoss die Zeit mit Alex. Gerade küsste Alex ihren Hals. „Du bist etwas ganz besonderes Sue.“ Sie sahen sich ganz tief in die Augen. Die Spannung war unerträglich. „Ich liebe dich!“ Sues Herz begann zu rasen. Sie bekam Gänsehaut. Es durchlief ihren ganzen Körper. „Ich dich auch!“, flüsterte sie beinahe tonlos. So musste es sein. Da war sich Sue ganz sicher.
kapitel 45
Sue war endlich an der Tür angekommen. Alex stand lächelnd da und hielt Blumen in der Hand. Sie hatte eine dunkle Jeans und ein weißes T-Shirt an. Wie immer war sie wunderschön. Sie schloss Sue in die Arme und küsste sie auf die Stirn. Feierlich überreichte sie Sue die Blumen. Sowas hatte Sue selten erlebt. Und wenn dann nur weil sie Geburtstag oder Jahrestag hatte. Alles war neu für sie. Alex war unerwartet in ihr Leben getreten und seit dem glaubte Sue an Schicksal. Nur was würde ihre Mutter jetzt denken. Sie sah durch die Glastür ins Wohnzimmer. Ihre Mutter und ihr Bruder deuteten an, dass Alex und Sue sich nach oben begeben sollten.
kapitel 44
Als sie sich schließlich beruhigt hatten überlegten sie fieberhaft wie sie das ganze ihrer Mutter beibringen würden. Es war sehr kompliziert. Die Beziehung zwischen den beiden und ihrer Mutter war gut. Sie war es schon immer gewesen. Aber das? Würde sie es einfach so hinnehmen. Sie wussten es nicht. Aber sie wollten es ihr nicht verheimlichen. Also diskutierten sie, wie sie es am besten machen würden. Plötzlich klingelte es an der Tür. Beide blieben sitzen und lauschten. Wie immer. Das hatten sie schon immer getan. Sie sahen sich an und hörten wer es war und was geschehen würde. Sie hörten ihre Mutter zur Tür gehen. Es klingelte erneut. Immer war ihre Mutter zu langsam. „Warum nur?“, dachte Sue. Wenn es an der Tür klingelte und Sue öffnete musste der oder diejenige vor der Tür nie lange warten. Sie lauschten weiter. Machte das jeder so? Oder nur sie? Die Tür öffnete sich endlich. Sie hörten ihre Mutter mit jemandem reden. Es war nichts zu verstehen. Also wollten Paul und Sue weiter überlegen. Doch sie bekamen nicht die Gelegenheit dazu. „Sue?“, rief ihre Mutter zu ihnen hinauf. „Besuch für dich!“ Paul sah Sue fragend an. Sie zuckte nur mit den Schultern und machte sich wie immer schnell auf den Weg zur Tür. Als sie sah wer es war verlangsamte sich ihr Schritt. Paul war ihr gefolgt. Sue sah zu ihm. Ihr Blick verriet ihm alles was er wissen musste. Er machte ein verschwörerisches Gesicht und nahm seine Mutter mit ins benachbarte Wohnzimmer.
kapitel 43
Als Sue alles erzählt hatte wusste Paul nicht was er dazu noch sagen sollte. Darauf war er nicht gefasst gewesen. Natürlich nicht. Seine Schwester liebte ein Mädchen. Dann fing er plötzlich an zu lachen. Er konnte sich kaum beruhigen. „Was soll das? Das ist ernst man. Wie bekloppt bist du eigentlich?“, Sue war sauer und wollte gehen. Sie war keinen Schritt weiter. Paul versuchte sich zu beruhigen. Es dauerte eine Weile. „Es ist nur… ich glaube wir sollten beide einmal mit Mama reden. Wir… gleichen uns aus.“ Erneut begann er zu lachen und ließ Sue sitzen. Sie hatte keinen Schimmer wovon er redete. Er hatte sich wieder gefangen. „Ich bin… ich bin schwul. Sie wird einen Schwiegersohn bekommen!“ Sue war verwirrter als vorher. Als es plötzlich klick machte. Oh man. Darum hatte Paul nie eine Freundin. Aber natürlich. Auch sie begann zu lachen. Es war absurd. Mit letzter Kraft brachte sie „Was ist los mit der Welt? Überall Homos.“ Heraus. Beide lachten.
kapitel 42
Als Sue sich ein wenig beruhigt hatte sagte sie sauer: „Warum muss das Leben so beschissen kompliziert sein?“ Paul grinste. Sie schlug ihm auf die Brust. „Nicht lustig“, mahnte sie. „Oh nein. Natürlich nicht. Sorry.“ Er blickte übertrieben wehmütig zu Boden. „Du bist so ein Arsch. Willst du mir helfen oder was?“ „Ja. Immer doch. Was gibt’s für Probleme in der Welt? Ich hab das mit dir und Sam gehört. Tut mir leid.“ Er blickte diesmal ernsthaft zu ihr herüber. Sie nickte nur. „Unter anderem darum geht’s. Was weißt du über die ganze Sache?“ „Nur das es aus ist. Also wo liegt das Problem Schwesterchen?“ Er ließ sich seufzend neben sie auf das Sofa fallen. Sie erzählte ihm das mit Rob. „Das ist nicht fair.“ Paul war schockiert. „Wo die Liebe hinfällt…“ Das war das einzige was Sue dazu noch einfiel. Ihre Gedanken kamen wieder auf Alex. „Aber darum geht es nicht. Also nicht mehr.“ „Nicht?“, Paul war sichtlich überrascht. „Worum dann?“
kapitel 41
Sue wusste nicht was sie tun sollte. Sie wollte ihre Mutter nicht belügen. Aber was sollte sie sagen? Sie hatte wirklich keine Ahnung. Sie blieb so sitzen und dachte darüber nach. Wie lange sie wohl da saß? Eine Stunde? Zwei? Noch länger? Feststand, dass sie es ihrer Mutter nicht einfach so sagen konnte. Sie würde vielleicht mit Paul reden können. Paul war ihr Zwillingsbruder und im Notfall waren sie ein Spitzenteam. Er würde ihr bestimmt helfen können. Oder? Sie zögerte. Doch. Er würde sie retten. Sie stand wild entschlossen auf und klopfte an Pauls Tür. „Herein“, kam es von der anderen Seite. Sue öffnete die Tür. Paul war alleine und saß vor seinem Monitor. Er blickte zu ihr herüber und sah ihre verheulten Augen. Er kam auf sie zu. Ging an ihr vorbei. Schloss die Tür und nahm sie anschließend fest in den Arm. Paul war groß, breit und muskulös. Er war genauso hübsch wie Sue. Blonde mittellange Haare fielen im locker ins Gesicht. Seine hellblauen Augen strahlten. Er war nicht blass oder verpickelt wie die meisten Jungen in seinem Alter. Und trotzdem hatte er keine Freundin. Warum hatte Sue nie begriffen.
kapitel 40
Sue war egal was mit ihrer Mutter nicht stimmte. Sie starrte erneut die Wand an und versank wieder in ihrer eigenen Gedankenwelt. Erneut wurde sie durch ihre Muttergestört. Sie öffnete ruckartig und mit einem lauten Knall die Tür. Und beförderte Sue so erneut in die reale Welt. Wutentbrannt stand sie vor ihr und fing an sie an zu schreien: „Sue. Was ist nur los? Warum lügst du mich an? Wo warst du? Emma war gestern Abend hier und hat nach dir gefragt außerdem habe ich gerade mit ihr telefoniert. Du weißt doch, dass du mir alles sagen kannst. Also wo war…“ Ihre Stimme wurde von Tränen ertränkt. Und auch Sue standen Tränen in den Augen. Das hatte sie nun wirklich nicht gewollt. „Ich… Mama… Also… das Ganze ist ein wenig… ich weiß es doch selbst nicht. Und das mit Sam und mir. Und Rob. Ich… lässt du mich ein wenig nachdenken.“ Sue schluchzte auf. Ihre Mutter hatte sich ein wenig beruhigt. „Kleines. Ich bin doch immer für dich da. Das weißt du doch.“ Sue nickte. „Und ich will doch nur, dass du, meine kleine Tochter glücklich bist.“ Sue nickte erneut. Wieder verließ ihre Mutter den Raum und ließ Sue alleine auf ihrem Bett.
kapitel 39
Sue kam mal wieder zu keinem Entschluss. Auch dann nicht als sie schon zu Hause war. Sie saß auf ihrem Bett hörte leise Musik und dachte an sie. Dieses Mädchen. Diese Frau. Diese Küsse. Diese Liebe!? Sie versank in ihren Gedanken und bekam nichts mehr mit. Plötzlich wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Sie schüttelte ihre Gedanken mit einem energischen Kopfschütteln ab. Ihre Mutter saß neben ihr. Wie lange wohl schon? Oh man. War das peinlich. Fragend sah ihre Mutter sie an. „Hast du was gefragt?“, hakte Sue nach. „Oh ja. Habe ich. Wo du gestern Nacht geblieben bist Fräulein.“ Sue hatte sich keine Ausrede überlegt also versuchte sie es mit der Wahrheit. Oder einem Teil davon. „Ich war bei einer Freundin. Ich hab dir doch geschrieben. Wir haben die Zeit ganz vergessen und dann war es so spät und…“ „Bei Emma?“, unterbrach ihre Mutter. Sollte Sue die Wahrheit sagen? Nein. Erst mal nicht. Sie nickte. Schnell stand ihre Mutter auf und verließ laut den Raum. Die Tür fiel laut ins Schloss. Was war los?
kapitel 38
Einige Zeit später waren beide wieder wach. Sie frühstückten eine Kleinigkeit, tranken Kaffee und redet mit Chris. Zum Glück war ihre Mutter noch nicht dar. Das hätte Sue wohl kaum verkraftet. Sie dachte gerade darüber nach wir ihre Mutter reagieren würde wenn sie wusste wo Sue gerade war und mit wem. Sie musste grinsen. Alex legte gefühlvoll eine Hand auf Sues nackten Oberschenkel. Sie lächelte. „Wie ein Engel“, dachte Sue. „Mein Engel.“ Bei diesem Gedanken erschrak sie kurz. War es so? Waren die beiden jetzt ein Paar? Gehörten sie zusammen? Sie? Die beiden Mädchen? Sue war verwirrt. Schon wieder. Wenn das so weiterginge würde sie nachher nicht mehr wissen wer sie war. Das würde sie in Kauf nehmen. Oder nicht?
kapitel 37
Morgens wurde sie von einem Klopfen an der Tür geweckt. „Oh no. Shit! “, dachte Sue. Sie schüttelte Alex ein bisschen. Verschlafen öffnete sie Augen. Sie lächelte: „Hallo schöne Frau.“ Sie sah auf die Uhr. Auch ihr wurde bewusst, dass es der nächste Tag war. Sue zeigte auf die Tür. An der es grade demonstrativ erneut klopfte. „Ja?“, rief Alex. „Hey. Guten Morgen. Willst du was essen?“ „Komm rein. Aber ich hab Besuch!“ Zaghaft öffnete sich die Tür und eine zweite und größere Ausgabe von Alex betrat den Raum. „Hey“, sagte sie an Sue gewannt. „Hey.“ „Also ihr Süßen wollt ihr was essen?“ Alex sah Sue an: „Willst du? Und ach ja. Das ist Chris. Meine große Schwester.“ Sue nickte. „Ja ein bisschen und… habt ihr Kaffee??“ Chris lächelte. „Kommt sofort“ Sie verließ den Raum. Alex ließ sich zurück aufs Bett fallen. Doch Sue war jetzt hellwach. „Ist sie auch les…“ Warum konnte sie es nicht aussprechen? Aber Alex hatte verstanden. Sie nickte leicht und schloss dann erneut die Augen.
kapitel 36
Sue schlug ihre Augen auf. Draußen war es dunkel. Neben ihr atmete Alex ruhig. Oh man. Sie waren eingeschlafen. Sie sah auf ihre Uhr. Es war zu spät um nach Hause zu fahren. Und das wollte sie auch gar nicht. Sie schrieb ihrer Mutter eine SMS. Sie würde es ihr später erklären. Dann legte sie sich wieder in Alex´ Arme. Und schlief mit einem Lächeln auf dem Gesicht ein.
kapitel 35
Alex zog Sue in ein weiteres Zimmer. In ihr Zimmer. Es gefiel Sue. Plötzlich fiel Sue und Alex neben sie. Sie landeten auf dem Bett und lachten. Wieder kam Alex näher. Wieder küssten sie sich. Wieder ein Feuerwerk. Alex kam noch näher. Und plötzlich waren all Sues Gedanken wieder da. Würde Alex mehr wollen? Sue war nie verklemmt gewesen. Sie hatte oft mit Sam geschlafen. Aber das hier. Es war was anderes. Erstens weil Alex ein Mädchen war und weil sie sich nicht lange kannten. Wieso machte sie sich immer solche Sorgen? Sie kam sich albern vor. Und versuchte die Ängste und Gedanken zu verdrängen. Alex kam noch näher und glitt mit ihrer Hand unter Sues Top. Sue öffnete schlagartig die Augen und drehte sich um. Wieso? Es war so schön gewesen. Sue spürte Alex´ Atem an ihren nackten Armen. „Es tut mir leid“, flüsterte Alex. „Ich habe nicht drüber nachgedacht. Ich werde warten wenn du willst. Ich würde ewig auf dich warten Prinzessin.“ Sue konnte ihr erleichtertes Lächeln nicht unterdrücken. „Vielleicht habe ich auch überreagiert. Mir tut es auch leid.“ Sie drehte sich wieder um und sah in diese wunderschönen blauen Augen.
kapitel 34
Sie fuhren mit der Bahn und gingen dann zu einem Mehrfamilienhaus. Es war schön. Sie gingen hinein. Alex zeigte Sue die Wohnung, in der sie mit ihrer Mutter und der großen Schwester wohnte. Sue gefiel die Wohnung. Außer ihnen war niemand da. Sue wusste nicht ob sie das gut fand oder nicht. Alex holte sie aus ihren Gedanken. Sie zog Sue wieder nah an sich heran und küsste sie. „Du bist wundervoll“, murmelte Alex. Sue vergaß erneut alles um sich herum. Die Explosion kam wieder. Wie konnte das möglich sein?
kapitel 33
Dann wurde Sue schlagartig bewusst, dass sie mitten im Stadtpark ihrer Kleinstadt in aller Öffentlichkeit ein Mädchen geküsst hatte. Alex sah zwar nicht aus wie ein Mädchen, aber sie war eins. Außerdem war sie erst ein paar Tage von ihrer großen Liebe getrennt. Sie schrak zurück. Dann stand sie auf und klopfte sich ein wenig Gras von der Hose. Alex sprang auf: „Was hast du denn?“ „Ich… Oh man. Ich bin erst seit ein paar Tagen von Sam getrennt wie du weißt. Und du… und das hier.“ Sie sah sich um. „In der Öffentlichkeit und…“ Was war ihr Problem? Es störte sich doch sonst auch nicht was andere von ihr dachten. Alex ergriff ihre Hand. „Wenn du willst… Zu mir?“ Sue nickte langsam und zog zaghaft ihre Hand zurück.
kapitel 32
Sie schlenderten durch die Stadt. Es war immer noch sehr warm. Aber das störte Sue nicht. Sie war glücklich hier zu sein. Mit ihr. Sie gingen zum Park und legten sich auf eine Wiese. Sie redeten und redeten und redeten. Sue sah auf ihre Uhr. Wow. So spät war es schon. Sie sah Alex an: „Es ist schon spät. Wir liegen bestimmt schon 3 Stunden hier.“ „Ist das ein Problem für dich?“ Alex grinste. Sue schüttelte den Kopf. „Na also.“, sagte Alex grinsend und zog Sue zurück ins Gras. Alex schlang die Arme um Sue. Sue war überrascht, aber sie wehrte sich nicht. Warum auch? „Mit dir könnte ich noch weitere 3 Stunden hier liegen. Was meinst du?“ „Ich meine…“, zögerte Sue. „Ok. Oder willst du mir zeigen wo du wohnst?“ Alex kam näher. Ihre Lippen berührten fast Sues. Sue sah Alex in die Augen. „Später“, murmelte Alex. Dann küssten sie sich. Sue fühlte ein Feuerwerk in ihrem Bauch. Welch ein Gefühl. Es war umwerfend. Wie konnte das sein? Wie konnte sie für ein Mädchen soviel empfinden? Und dann auch noch für eins, das sie erst so kurz kannte? Sie war von sich und ihrem Bauchgefühl überrascht. Aber sie genoss es. Sie genoss jeden Moment mit Alex.
kapitel 31
Sue ging duschen und machte sich fertig. In 2 Stunden war sie mit Alex verabredet. Sie war sehr aufgeregt. Sie ließ sich Zeit, lieh sich einige Klamotten von Emma und war startklar. Bevor sie los ging, betrachte sie sich im Spiegel. Emma kam herein. „Wow. Du siehst umwerfend aus. Sie wird noch mehr auf dich stehen als sie es ohne hin schon tut. Du bist wunderschön.“ Sue lächelte. „Danke!“ Sie machte sich auf den Weg. Sie sah Alex auf sich zukommen und konnte ihr Lächeln nicht unterdrücken. Es war etwas wie Liebe. Diesen Moment würde sie nie vergessen. Dieses Gefühl.
kapitel 30
Einige Stunden später war auch Emma wach. Sie weckte Sue, da Sue wieder eingeschlafen war. Sie frühstückten. Emma ging raus um nach der Post zu sehen. Sie kam lachend herein gehüpft. „Was ist?“, fragte Sue verwundert. „Er… sorry. Ich meine sie…“ Sie hielt ihr einen Zettel hin. >>An die schönste Frau der Welt. <<>
kapitel 29
Als sie am nächsten Morgen aufwachte wurde Sue bewusst, dass sie Alex Handy Nummer nicht hatte. Und dieser Gedanke brachte sie zu einem anderen. War es Liebe was sie empfand? Sie dachte eine Weile darüber nach. Sie hatte Zeit. Emma schlief noch. Es war sehr ruhig in der Wohnung. Leise stand Sue auf. Sie ging in die Küche und machte sich einen Kaffee. Damit setze sie sich aufs Sofa. Sie sah kein fern. Sie saß da, starrte die Wand an und ließ die gestrigen Stunden Revue passieren. Es war wunderschön gewesen. Wie hatte sie vergessen können sie nach ihrer Nummer zu fragen? Sie spürte wieder dieses Kribbeln im Bauch sie rutschte tiefer. Bis sie auf dem Rücken lag und nun die Decke anstarrte. Sie hatte Alex´ Bild genau vor Augen. Es war etwas wie Liebe. Da war sie sicher. Sie lächelte.
kapitel 28
So blieben beide liegen. Eng umschlungen. An diesem Abend küssten sie sich kein einziges Mal. Sie lagen da. Schwiegen und redeten über sich. Mehr nicht. Doch es war perfekt. So musste es sein. Das war Schicksal. Sue blickte auf ihr Handy und schrak auf. Verdammt es war 3 Uhr nachts. Sie rief Emma an. Die willigte ein, das Sue bei ihr schlief. Sie war einfach die beste Freundin der Welt. Zusammen schlenderten Sue und Alex in die Stadt an den Bahnhof bis zu Emmas Tür. Sie küssten sich wieder nicht. Und trotzdem lag eine Spannung zwischen ihnen. Sue hätte schwören können, dass man diese Spannung sehen konnte. Sie verabschiedete sich. Dann berichte sie Emma aufgeregt was passiert war. Emma und sie vielen eine Stunde später ins Bett und schliefen sofort ein.
kapitel 27
Sue war verwirrt. Sie drehte sich zurück auf den Rücken und betrachtete erneut die Sterne. Alex hatte ihren Arm zurück gezogen. Sie würde Sue die Zeit geben, die sie brauchte. Da war Sue sich sicher. Konnte man sich einfach so in einen fremden Menschen verlieben und das Geschlecht außer Acht lassen? War sowas tatsächlich möglich? Es schien so. Alex berührte scheinbar ausversehen ihren Unterarm und sie bekam Gänsehaut. Sie drehte sich wieder zu Alex. Auch Alex drehte sich ein wenig. Sie sahen sich an. Alex strich Sue einige Haarsträhnen aus dem Gesicht. Erneut bekam Sue Gänsehaut und ein Kribbeln im Bauch. War das die Liebe auf den ersten Blick von der alle redeten? Sue wusste nicht was es war. Aber sie wusste dass es wunderschön war. Dieser eine Augenblick war perfekt. Sie sah Alex noch tiefer in die Augen und rückte näher an sie heran. Alex umschlang sie und schwieg. Bis Sue schließlich flüsterte: „Du bist etwas ganz besonderes. Du als Mensch nicht als Körper.“ Sie blickte auf und sah, dass Alex Tränen in den Augen hatte.
kapitel 26
Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Also sah sie Alex einfach nur an. Sie lagen eine Weile da. Sue dachte nach, mal wieder. Doch wie so oft kam sie zu keinem Ergebnis. Sie sah Alex tief in die Augen. War es das was sie wollte? Sie war sich nicht sicher. Alex kam näher. Doch sie wich zurück. Das wollte sie nicht. Sie musste das ganze erst einmal verarbeiten. Das sagte sie Alex dann auch schweren Herzens. Alex nickte. „Klar. Ich verstehe das. Ich würde wahrscheinlich genau so handeln. Es tut mir leid, dass ich dir das erst jetzt sage. Aber ich konnte ja nicht wissen, dass…“ Sue hielt ihr den Mund zu, bevor Alex weiter sprach. „Es ist nicht deine Schuld Alex. Bitte. Mach dir keine Vorwürfe.“
kapitel 25
Einige Zeit verging in der die beiden einfach nur in die wunderbare klare Sommernacht starrten. Sue genoss jeden Augenblick. Dann drehte Alex sich auf die Seite und sah sie an. „Du Sue?“ Sie drehte sich ebenfalls auf die Seite. „Ja?“ „Ich muss… Emma hat gesagt… Augenblick…“ Er lächelte. Sie liebte sein Lächeln. Er dachte eine Weile nach und sie sah ihn an. Dann begann er erneut. „Ich denke, ich muss dir etwas sagen. Emma und ich haben… wir haben eben geredet und… nun ja“ Er lachte. Ein kleines klirrendes Lachen in die warme Sommerluft. „Sie hat mir erzählt, was ihr also du und Emma, was ihr… ähm… von mir denkt. Und ich muss sagen. Ich bin eine andere als du denkst.“ Eine andere? Warum hatte er das gesagt? Sie sah ihn verwirrt an. Ihr Kopf ratterte. Ihr Unterbewusst sein hatte es längst gewusst. Doch ihr Bewusstsein schwebte in Ungewissheit. „Ich bin Alex.“ Sie nickte. Klar. Das wusste sie. „Von Alexandra.“ Sie öffnete den Mund… und schloss ihn wieder. Sie war sprachlos.
kapitel 24
Sie liefen los. Hand in Hand durch die dunkle Stadt. Es war spät. Aber wie spät? Es war ihr egal. Der Moment sollte ewig dauern. Warum fühlte sie sich sowohl bei ihm. Sie kannte ihn nicht. Alles was sie wusste war das er Alex hieß und oft Bahn fuhr. Ach ja und das er wunderbar aussah und tanzte. Doch sie vertraute ihm auf mysteriöse Weise. Sie liefen durch die kleine Stadt vorbei an einigen Wohnsieglungen bis hin zu den Feldern, auf denen sie früher immer gespielt hatte. Über die sie geritten war und die immer weiter in Vergessenheit gerieten. Sie wurden ein wenig vom Mond und den Sternen angeleuchtet. Der Anblick war atemberaubend. Weder sie noch Alex hatten auf ihrer „Abenteuerreise“ gesprochen. Sie blickten sich an. Dann sah Sue auf ihre Hände hinunter. Sie war glücklich. Und konnte endlich einmal ihre Gedanken ausschalten. Sie sah wieder zu Alex hinüber. Dann ließ sie sich langsam auf den Boden sinken und zog ihn mit sich. Er ließ sich mitziehen und wendete den Blick nicht von ihr ab. Sie legte sie auf den Rücken in seine Arme. Sie lächelte ihn an. „Das war eigentlich nicht geplant aber gut. Wie die Dame es wünscht.“ Sue sah zu den Sternen empor. Faszinierend. „Es ist … wunderschön.“, flüsterte sie. „Ja. Das ist es.“
kapitel 23
„Alles ok?“, fragte Alex sie vorsichtig. „Ja. Nein. Ich meine… ich weiß nicht.“ Sie sagte die Wahrheit. Sie wusste nicht wie es ihr ging. Sie wusste gar nichts mehr. Ihr stiegen Tränen in die Augen. Warum war immer sie die Doofe für alle? Hatte sie etwas an sich, das sagte: Hier ich bin naiv. Los zerstör mich? Eine Träne lief über ihr Gesicht. Alex sah sie verwirrt an. „Komm mit meine Schöne“, rief er ihr zu. Er sagte Emma kurz was ins Ohr. Emma nickte. Alex nahm Sues Hand und zog sie hinter sich her. Sue war verwirrt. Irritiert sah sie Emma an. „Geh schon Süße“, rief sie ihr nach. Sie nickte ihr zu. Und Sue ließ sich mitziehen. Sie wusste nicht wohin. Aber sie war bei ihm und er machte sich Sorgen um sie. Sie verließen den Club. Alex ließ ihre Hand nicht los. Sie blickte ihn von der Seite an. Hatte er Brüste? Nein. Das konnte doch nicht sein. Auch er blickte sie an: „Gnädige Frau. Bereit für eine neue Welt? Ein kleines Abenteuer? Ich führe sie. Ich verspreche es. Ihnen wird nichts zustoßen.“ Er lächelte sie an. Wer könnte da nein sagen? Sie hatte einen Kloß im Hals aber sie schluckte ihre Tränen runter. „Also los.“, sagte sie ein wenig tonlos.
kapitel 22
Sue saß alleine an der Bar. Sie wollte alleine sein. Was schizophren war. Alleine sein in einem Club. Warum hatte sie so eine andere Vorstellung vom Leben als der Rest der Welt? Wie oft hatte sie sich diese Frage gestellt? Sie wusste es nicht. Dann glitt sie langsam in ihr Paralleluniversum. Auch das passierte oft. Sie hörte weder die Musik noch die Menschen um sich herum. Sie sah wie die Leute ausgelassen Tanzten, Lachten, Feierten. Warum konnte sie das nicht? Einfach für den Moment alles vergessen. Sie dachte nach. Und ihr wurde wieder einmal schmerzhaft bewusst, dass sie zu viel dachte. Sie war anders als die anderen oder bildete sie sich das ein? Sie wendete den Blick von der tanzenden Menge. An der anderen Seite der Bar saß eine kleine, dünne, bildhübsche Frau. Auch sie sah aus als wäre sie grade in einer anderen Welt. Waren die beiden die einzigen? Hier wahrscheinlich schon. Wer geht schon zur Neueröffnung eines Clubs um dann alleine an der Bar zu sitzen und nachzudenken. Sie war seltsam. Doch sie akzeptierte es. Dann sah sie Emma und Alex auf sich zukommen. Sie landete wieder in der realen Welt und musste sich kurz die Ohren zuhalten weil die Musik ein wenig laut war.
Kapitel 21
Sie sah zu Sam und Rob wie sie lachend tanzten, dann sah sie Alex direkt in die Augen. Alex kam näher. Sie wich einen Schritt zurück. Was sollte das alles? Sie stieß gegen einige Leute. Es war ihr egal. Sie ging rüber zur Bar und setze sich. Plötzlich war Emma wieder an ihrer Seite. „Er ist hier…“, stieß Sue hervor. Warum warf sie das so aus der Bahn? Sie hätte es ahnen können. Wissen müssen. Es war nichts Außergewöhnliches daran, das Sam einen Club besuchte. Und falls er jetzt tatsächlich mit Rob zusam… Mist. Wie hatte das passieren können? Auf jeden Fall wäre es dann kein Wunder, dass die beiden zusammen aufkreuzten. Trotzdem hatte der Anblick der beiden sie geschockt. Alex war nun auch bei ihr angekommen. Sue sah ihn hilflos an. Zum Glück hatte sie Emma. Die glücklicherweise in diesem Moment Gedanken lesen konnte. Sie schnappte sich Alex und zog ihn weg.
Kapitel 20
Sofort begann Emma sie auszufragen: „Scheiße. Sue wer ist das? Was für ein Typ. Woher kennst du nur immer so Leute? Und warum weiß ich nichts davon?“ Sue musste grinsen. Also fand auch Emma, dass Alex so umwerfend war. Sie sah Emma an und lächelte. „DAS…“, sagte sie. „Das ist Alex!“ Emma sah sie mit großen Augen an: „Das? Das ist Alex? Oh man. Du hast nicht übertrieben. Was hast du doch für ein Glück.“ „Glück? Nein. Glück im Unglück vielleicht. Ich kann Sam doch nicht einfach vergessen. Das geht nicht.“ „Hey. Das erwartet doch auch keiner von dir. Aber wow. Du solltest es versuchen meine Liebe.“ Sue nickte leicht. „Mal sehen“, murmelte sie und drängte sich aus der Toilette zurück in die laute, heiße Menge. Sie liebte es. Sie sah Alex sofort. Er lächelte sie an. Sie ging entschlossen auf ihn zu. „Alles geklärt?“, schrie er sie gegen die Musik an. Sue nickte nur. Alex umschlang sie und sie tanzten. Sue hatte das Gefühl, sie wäre eins mit der Musik und eins mit Alex. In dieser Welt konnte nichts schief gehen. Sie schloss die Augen und genoss diesen Augenblick. Als sie sie wieder öffnete sah sie Sam… Mit Rob. Scheiße. Was wollten sie hier?
Kapitel 19
Was war das? Sie spürte Hände an ihrer Hüfte. Warum war sie nicht in der Lage sich umzudrehen? Verdammt. Sie spürte einen Atemzug ganz nah an ihrem Hals. Dann eine Stimme. Eine bekannte Stimme. Eine wunderschöne Stimme. Sie sagte: „Guten Abend Schönheit. Ich hoffe du hast nichts gegen unseren Tanz!?“ Sue schluckte. Sie wusste wer es war. Sie schüttelte langsam den Kopf. „Nein. Nein ist schon okay. Ich freue mich.“ Sie drehte sich nicht um. Sie sah Emma an. Sie musste es Emma erklären, denn Emma sah verwirrt aus. Sie wusste ja nicht, dass der hübsche Junge an Sue Alex war. Sie zeigte auf die Toilette. Drehte ihren Kopf ein wenig, sah Alex aber nicht an. „Entschuldige uns. Warte hier.“ „Okay.“, antwortete Alex und küsste sie sanft auf die Wange. Sue wurde noch heißer als ihr vom Tanzen ohnehin schon war. Emma und sie verschwanden auf der Toilette.
Kapitel 18
Um Punkt acht Uhr kam sie bei Emma an. Warum hatte sie die ganze Fahrt über gewollt, dass Alex einstieg? Was war denn nur los mit ihr? Emma öffnete die Tür. Sie sah Sue mit großen Augen an: „Wow. Du siehst toll aus.“ Sue lächelte. „Findest du echt?“ Emma nickte begeistert. Sie gingen in Emmas Wohnung. Es war unordentlich wie immer. Aber wie immer war es auch jetzt gemütlich. Emma machte sich eben zu Ende fertig dann setzten sie sich an den Küchentisch tranken etwas und redeten. Schließlich machten sie sich auf den Weg ins Planetarea. Es war einigermaßen voll. Sie gingen hinein. Die Musik pochte in Sues ganzem Körper. Genau das brauchte sie jetzt. Sie zog Emma hinter sich her zur Tanzfläche. Sie fingen an wild herum zu tanzen. Sue vergaß alles um sie herum. Nur sie, Emma, die Musik und das Tanzen. Sie lachte. „Es ist wundervoll. Vielen Dank“, schrie sie Emma entgegen. Die lachte jetzt auch und nickte.
Kapitel 17
Sie durchzuckten 2 Gedanken. 1. Emma und 2. Alex. Warum schon wieder Alex? Sie verstand es nicht. Aber sie sah ihre Mutter an und stand dann ganz langsam auf. Sie ging duschen und versuchte den Frust abzuwaschen. Dann zog sie sich schick an, schminkte sich und setzte sich vor ihren Rechner. Sie drehte laut ihre Lieblingsmusik auf. Sie suchte Alex in einem ihrer Online-Foren. Doch sie fand ihn nicht. Hmm. Sie rief Emma an. „Lust irgendwas zu machen? Ich brauch Party. Muss auf andere Gedanken kommen…“, sagte Sue. „Klar. Geht’s dir besser?“ „Ja. Es ist Samstagabend. Wohin?“ „Bei mir in der Nähe hat ein neuer Club aufgemacht. Klingt ganz gut. Sei um 8 bei mir okay?“ „Okay.“ Sie legte auf und stellte sich vor ihren riesen großen Schrank. Was würde sie anziehen? Eine Weile und einige Outfits später war sie bereit. Sie wollte das alles hinter sich lassen. Etwas anderes blieb ihr nicht übrig. Sie dachte es würde ihr schwerer fallen. Aber sie wusste, dass sie nichts gegen Rob tun konnte. Also ließ sie es und lebte ihr leben.
Kapitel 16
Als sie endlich zu Hause war verschwand sie sofort in ihrem Zimmer und verzog sich in ihr Bett. Sie wollte einfach nur alleine sein. Zum Glück waren ihre Mutter, Gjon der Freund ihrer Mutter und Paul, ihr Bruder nicht zu Hause. Sie merkte gar nicht wie sie irgendwann einschlief. Doch plötzlich saß ihre Mutter neben ihr. Nicole, ihr Mutter, stich ihr übers Haar. „Meine arme Kleine.“, sagte sie beruhigend. Warum wussten Mütter immer genau was abging? „Woher…?“ Nicole wusste was sie antworten musste: „Emma.“ „Wer auch sonst?“, stöhnte Sue. Ihre Mutter lächelte. Sie brauchte nichts sagen. Was hätte sie auch sagen können? Nichts. Also ließ sie es. Sue war ihr sehr dankbar. „Willst du vielleicht aufstehen?“, fragte Nicole dann aber doch nach einer Weile. Sue schüttelte nur den Kopf und vergrub sich tiefen in der Decke. Sie wollte hier liegen bleiben und langsam vor sich hin sterben. Was sollte sie alleine in dieser großen Welt?
Kapitel 15
Sie setzte sich wieder in die Bahn. Da sah sie ihn. Schon wieder. Dieser bildhübsche Junge. War das Schicksal? Er hatte etwas längere glatte dunkelblonde Haare und leuchtende blaue Augen. Als er sie sah lächelte er wieder. Wow. Welch ein Lächeln. Sie schüttelte den Kopf um diese Gedanken los zu werden. Was war bloß los mit ihr. Plötzlich stand der Junge auf. „Schade.“, dachte sie. Doch was war das? Er stieg nicht aus. Er setzte sich ihr gegenüber. Gab ihr die Hand und sagte: „Hey ich bin Alex. Und du?“ „Ich… ich bin… Sue. Hi.“ Warum war Alex Stimme so weiblich? Komisch. Aber naja. Sue fand ihn trotzdem unglaublich anziehend. Sie wusste nur nicht warum. „Wo fährst du hin?“, riss er sie aus seinen Gedanken. „Nach Hause“, antwortete sie verlegen. Er nickte. „Und du?“ Sue wusste, dass sie knallrot im Gesicht war. „Auch.“ Sie schwiegen sich eine Weile an. „Du bist wirklich hübsch“, sagte er. Das hatte er nicht wirklich gesagt!? Doch hatte er. „Danke“, murmelte sie und sah zu Boden. Sie stieg aus. Zum Glück. Man war ihr das alles peinlich.
Kapitel 14
Als sie morgens auf dem großen Sofa wieder wach wurden war Sues Welt erst einmal in Ordnung. Sie sah auf ihr Handy und sah IHN, da Sam immer noch ihr Hintergrundbild darstellte. Sie änderte es sofort. Aber es war zu spät. Sie hatte versuchen wollen es zu verdrängen. Ihr stiegen Tränen in die Augen. Aber sie versuchte es erneut zu unterdrücken. Emma drehte sich um und sah sie an: „Oh nein. Süße. Nicht…“ Sue sank in sich zusammen. Sie war nie so verletzt gewesen. Noch nie. Wie sollte es jetzt weiter gehen? Sie wusste es nicht. Sie wusste nicht was sie tun würde. Was sie tun wollte und auch nicht was sie tun sollte. Was sollte nur aus ihr werden. Sie stand auf. Ging ins Badezimmer und machte sich fertig. „Sorry. Ich will alleine sein.“, sagte sie zu Emma verabschiedete sich und ging aus der Tür.
Kapitel 13
Nach einer Weile war beiden Mädchen bewusst was passiert war. Sie hatten sich ein wenig beruhigt. Als Sue sagte: „Ich werde nicht kämpfen können. Soviel steht fest. Ich bin machtlos. Ich kann nichts tun.“ Gab Emma ihr recht. Warum tauchte jetzt dieser Typ aus der Bahn in Sues Kopf auf. Sie verstand sich selbst nicht mehr. Sie erzählte Emma von diesem Jungen. Sie saßen da und aßen Schokolade. Was auch sonst? Sue fühlte sich hier bei Emma so unheimlich wohl. Es war Freitag also blieb sie über Nacht. Sie rief kurz ihre Mutter an. Sie wollte mit Emma in deren eigener Welt leben und für die paar Stunden glücklich sein. Das war doch nicht so schwer. Also blieb sie. Und genoss es einen Menschen wie Emma zu kennen und zu haben. Sie war stolz, dass sie beide füreinander da waren.
Kapitel 12
Sue wusste, dass wenn sie Emma alles erzählen würde alles besser sein würde. Also versuchte sie anzufangen doch noch brachte sie keinen Ton heraus. „Ist ja gut meine Kleine. Wir haben Zeit. Alles wird gut, das verspreche ich“, versuchte Emma sie zu beruhigen. Es half. Sie atmete einige Male tief ein und wieder aus. Dann wartete sie noch eine Weile. Und dachte nach. Dann begann sie ganz langsam und leise: „Es ist… Sam… er… und ich… und Rob…“ Sie bekam vor lauter Tränen und Verzweiflung kaum ein Wort heraus. Immer wieder brach ihr Stimme. Sie bekam kaum Luft. Emma sah sie an. „Also hat Sam… Ich meine… seid ihr nicht mehr zusammen?“ Sue schluckte. Dann nickte sie schweren Herzens. Scheiße. Emma drückte sie fester an sich. „Sam“, fing Sue an, „er hat sich verliebt…“ „In eine andere?“ „Ja und nein!“ Emma guckte sie verwirrt an. „In Rob.“ Emmas Reaktion war die gleiche wie Sues. „Aber.“ Auch Emma war sprachlos. Sie kannte Sam und Rob ebenso gut wie Sue. Die vier waren eigentlich immer zusammen gewesen schon seit Ewigkeiten.
Kapitel 11
Vom Bahnhof lief sie zu Emma. Es waren nur 5 Minuten doch es kam ihr vor wie eine Ewigkeit. Dann war sie da. Sie klingelte. Emma öffnete die Tür und schloss sie ohne ein Wort in die Arme. Sue begann erneut zu weinen. Emma flüsterte ihr ins Ohr: „Hey Süße. Alles wird gut Kleines. Komm erst mal rein.“ Emma war 20 und hatte eine eigene Wohnung also würde sie wie immer niemand stören und Sue konnte ihr in Ruhe erzählen was los war. Sie setzen sich auf das große Sofa und Emma umarmte sie immer noch. Zuerst mussten sie nicht reden. Sie saßen einfach nur da. Sue weinte. Und Emma war für sie da. Sue fühlte sich sogar jetzt schon ein wenig besser, weil sie nicht mehr alleine war.
Kapitel 10
Sie stand draußen auf der menschenleeren Straße. Obwohl es Sommer war und wirklich warm, fror sie. Sue zitterte am ganzen Körper. Sie konnte die Tränen nicht länger unterdrücken sie lief weinend die Straße entlang. Sie ging in den nahe gelegenen Wald. Dort setze sie sich ans Ufer des kleinen Flusses. Sie saß nur da, schaute sich ihr Spiegelbild auf der Wasseroberfläche an und weinte. Wie hatte das passieren können? Und wieso hatte sie es nicht bemerkt? Sie war so verletzt und verzweifelt und wusste nicht was sie tun sollte. Sie griff nach dem Spiegel in ihrer Tasche und richtete sich ein wenig her. So wie sie jetzt aussah durfte sie keiner sehen. Sie stand auf und schlurfte langsam zum Bahnhof. Sie wollte Emma sehen. Ihre allerbeste Freundin. Sie wohnte mit der Bahn eine halbe Stunde entfernt. Sie schrieb Emma aus der Bahn eine kurze SMS: „hi. Ich bin verzweifelt. Hilf mir. Bin in 20 Minuten bei dir.“Sie machte sich Musik an. Sie konnte das alles immer noch nicht glauben. Doch sie beherrschte sich. Dann setze sich ihr gegenüber dieser Junge hin. „Wie wunderschön er ist“, dachte sie. Doch schnell zerriss sich der Gedanke. Sie hatte grade ihre wirklich große Liebe verloren und suchte jetzt schon jemand neuen? Wie konnte sie nur? Der Junge ihr gegenüber lächelte sie freundlich an. Sie blickte auf ihre Schuhe und hob den Blick erst als sie ausstieg. Er winkte und lächelte erneut.
Kapitel 9
Wie hatte das passieren können? Rob war Sams bester Freund. Wie konnte er das tun? Sue war wieder aufs Bett gestiegen und starrte in an. Sie konnte es nicht glauben, was auch nicht weiter rätselhaft war. Er sah sie an. „Es tut mir so unglaublich leid.“, flüsterte er. Sie nickte. Doch sie wusste nicht warum sie das tat. Warum war sie noch hier? Sie wusste es: sie liebte ihn. Aber kämpfen gegen Rob!? War das möglich? Sam schien ihre Gedanken gelesen zu haben. Also sagte er: „Ich weiß es ist schwer zu glauben. Es tut mir auch wirklich sehr leid. Nur ich kann es nicht ändern…“ Wieder nickte sie. „Und… Und… wie… wie sieht er das? Du weißt schon. Ihr seid seit Ewigkeiten beste Freunde. Und jetzt das!?“ Hmm. Er dachte nach. Dann fing er an zu reden: „Nun ja. Er … er… weiß es nicht. Also. Ich meine wir haben nicht darüber gesprochen.“ „Wie meinst du das? Er weiß nicht, dass du… nun ja… das du ihn…“, sie brachte das Wort nur mit sehr viel Mühe heraus, „liebst?“ Er nickte. „Nun ja.“, begann er, „Die Situation ist für alle schwierig. Also Rob… er ist schon seit langer Zeit… schwul. Und das wusste ich. Aber es war mir immer egal. Bis dann… vor kurze Zeit nun ja… Wir waren auf einer Party und alle waren ziemlich betrunken… Dann hat er mich geküsst. Es war nur als Spaß gemeint. Wirklich. Und dann habe ich über das ganze nachge…“ Er hielt inne, weil er sah, dass sie eigentlich etwas sagen wollte. „Was ist?“ Sie schaute ihm in die Augen und sagte: „ Es ist nur… so… plötzlich. Und ihr habt euch wirklich geküsst? Und du liebst in wirklich?“ „Ja.“, murmelte er. „So ist es. Und es tut mir soooo unheimlich leid.“ Sue nickte. „Jaja. Schon okay. Es ist nicht deine Schuld. Nur bitte…“, sie schluckte, „mach keinen Fehler ja?“ Er brauchte nicht antworten. Sie stand auf und murmelte im gehen etwas wie: „ Viel Glück. Denk gut nach!“ Dann verschwand sie und lies in zurück. Sie stürmte die Treppe hinunter und versuchte nicht loszuheulen. Nicht jetzt und schon gar nicht hier. Sie musste hier weg. Sofort.