Nicole hatte das Zimmer wieder verlassen. Paul sah Sue an: „Glaubst du das war richtig?“ Sue war ein wenig unsicher: „Die Methode war nicht die beste. Schocktherapie ist selten gut. Aber es ist gut, dass sie weiß woran sie ist.“ Da konnte Paul ihr nur recht geben. Sie saßen da und schwiegen. Es war alles gesagt. Oder nicht? Sue sag plötzlich zu ihren Bruder empor: „Hast du einen Freund?“ Paul war auf diese Frage nicht gefasst gewesen. Einen Moment lang sah er Sue einfach nur an. „Nein“, sagte er traurig, „nicht mehr…“ Das tat Sue leid. Sie würde wahrscheinlich nicht weiter darüber reden. Es sei denn er wollte es so. Und dann begann Paul zu reden. Er redete und redete. Wie ein Wasserfall kam es aus ihm heraus. Wie er herausgefunden hatte, dass er schwul war. Wen er geliebt hatte. Mit wem er zusammen war. Seine Erfahrungen. Seine Schmerzen. Er erzählte ohne Punkt und Komma. Sue war froh, da sie wusste, dass Paul ihr vertraute und sie wusste, dass auch sie ihm trauen konnte.
mein roman.lesen.verbesserungen erwünscht.hoffe es gefällt.für schreibfehler wird keine haftung übernommen.
2010-07-14
kapitel 49
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