Nachdem sie eine Weile geschwiegen und auf den Bode gestarrt hatten, versuchte Sue ein Gespräch zu beginnen: „Wäre es dir lieber wenn es anders wäre? Wenn sie es nicht wüsste? Oder bist du dir nur nicht sicher ob es sie Wahrheit ist?“ Sue hatte Tränen in den Augen, weil SIE diejenige war, die nicht wusste ob es die Wahrheit war. Paul sah zu ihr auf. Schnell wandte sie den Kopf ab. Eine Träne rann ihre Wange hinunter. Sie versuchte verzweifelt die restlichen Tränen weg zu zwinkern. Es gelang nicht. Paul war verunsichert: „Ich weiß nicht ob es gut war. Aber ich bin mir meiner sicher. Du anscheinend nicht!?“ „Doch. Klar bin ich das“, zickte sie ihn an. Warum sagte sie ihm nicht, was sie auf dem Herzen hatte? Er sah sie an. „Du lügst“, flüsterte ihr Bruder. Er sagte es weil er zu ihr immer ehrlich war. Und Paul flüsterte weil er unsicher und verängstigt war. Er hatte Angst vor ihr. Dieser große, starke, männliche Bursche hatte tatsächlich Angst vor seiner Zwillingsschwester. Sue war sehr dominant. Immer gewesen. Ihr Zwillingsbruder war es eben nicht. Er ordnete sich aus Prinzip unter, obwohl er das nun wirklich nicht nötig hatte, aber Paul tat es. Sue sah zu ihm hinüber. Er hatte seine Stirn in Falten gelegt und sah sie an. Er machte sich Sorgen um sie. Eine weitere Träne fiel auf ihre Hose. Er stand auf, ganz langsam und bedächtig. Als er sie erreicht hatte, griff er ihr unter die Arme, zog sie nach oben und nahm sie in den Arm. Strich ihr über den Kopf, genauso wie ihr Vater es damals getan hatte.
mein roman.lesen.verbesserungen erwünscht.hoffe es gefällt.für schreibfehler wird keine haftung übernommen.
2010-07-14
kapitel 53
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